Frühlingszeit ist auch Waldzeit. Der Wald erwacht allmählich und die ersten zarten Frühlingsblümchen lassen den Wald in bunten Farben erstrahlen. Jeder, der jetzt in den Wald geht, wird regelrecht überflutet von Lebendigkeit, Euphorie und Aufbruchstimmung. Die kalten Wintertage treten in den Hintergrund und wir erfreuen uns an der Lebenskraft der Natur.
In dieser Zeit wird der Wald für viele zum Freund und Lehrer, zum Heiler und Helfer, zum absoluten Lebenselixier. Wir müssen nur hineingehen, hinsehen und diese Lebendigkeit einatmen, um sie sie in uns selbst zu entdecken.
Wenn wir jetzt genau hinsehen, können wir reiche Ernte einfahren. Im Gegensatz zum Garten schenkt uns der Wald seine Gaben bedingungslos und ohne unser Zutun.

Volle Kräuterkörbchen

Neben der prächtigen Stimmung können jetzt auch unser Kräuterkörbchen
reich befüllt werden.  Mein Sohn und ich sammeln gerne Vogelmiere,
junge Brennnesselblätter, wilden Kerbel und Schnittlauch
mit verschiedenen Frühlingsblüten für allerlei Köstlichkeiten.
Sein kleiner Traktor darf nicht fehlen und nebenbei werden
reichlich Veilchenblüten genascht.

 

Achtsamkeit ist geboten

Einen knackigen Frühlingssalat, eine kräftigende Wildkräutersuppe oder ein Power-Smoothie zum Frühstück?
Frühlingsblüten zum Bärlauchrisotto oder einfach beim Spazieren gehen Knospen naschen?
Macht Spaß, schmeckt ausgezeichnet und schenkt Frühlings-Power.

Leberblümchen

Ja, dass alles ist möglich. Jedoch mit Vorsicht!
Vergewissere dich, dass du auch wirklich essbare Pflanzenteile sammelst und das zur richtigen Zeit.
Die Blüte des Leberblümchens solltest du zum Beispiel nicht roh essen.

Wenn du die „echten“ Bärlauchblätter sammelst, gib bei der Menge des Verzehrs acht.
Bärlauch wirkt stark entgiftend für den Körper, was super ist.
Zuviel davon kann jedoch zu Magenkrämpfen führen.
Also taste dich langsam heran und höre auf die Zeichen deines Körpers.

Bärlauchblätter

Du kennst dich noch nicht so gut aus und möchtest mehr wissen?

Ich empfehle das Buch Essbare Wildpflanzen vom atVERLAG oder Informationen von Wildpflanzenexpertin  Christine Grasl Wildpflanzenexpertin.

Mehr von mir auf Instagram: Katrín Schlöglmann (@katrin_puravida)

 

Hier noch Joe’s (Grafiker und Fotograf unserer Website) Lieblingsrezept für einen schnellen „Bärlauch-Aufstrich mit Topfen“:

ZUTATEN
200 g Topfen
2 EL Sauerrahm
2 Handvoll Bärlauch
1 EL Zitronensaft
1 TL Senf
Pfeffer, (Kräuter-)Salz

ZUBEREITUNG
Für den Aufstrich waschen wir zunächst den Bärlauch. Dann die grünen Blätter trocken tupfen und sehr fein hacken.
Den Topfen und den Sauerrahm gut verrühren und dann gleich den fein gehackten Bärlauch unter die Masse mischen.
Zu guter Letzt mit Zitronensaft, Salz, Senf und Pfeffer würzen.